Soziale Vielfalt in der Stadt – Stadtquartiere unter Nachfragedruck

Lektorat und Korrektorat für planzwei, Hannover, 2018/2019

Großstädte stehen seit einigen Jahren durch teilweise sprunghaft ansteigende Bevölkerungszahlen unter einem starken Wachstumsdruck. Dadurch rücken innerstädtische Quartiere, die zuvor noch unauffällig oder mit kleinen Makeln behaftet waren, verstärkt ins Blickfeld von Investoren und zahlungsfähiger Wohnbevölkerung. Sie bilden die zweite oder dritte „Wahl“, nachdem die besonders begehrten Quartiere – verkehrsberuhigt, begrünt und mit gut sanierter Gründerzeitbebauung – bereits vergeben sind. Häufig handelt es sich um Gebiete, die zunächst benachteiligt waren, städtebauliche Missstände aufwiesen und mit Mitteln der Städtebauförderung aufgewertet wurden. Eine damit einhergehende Verbesserung der Lebensbedingungen und ggf. auch eine Durchmischung vormals einseitiger Bevölkerungsstrukturen waren beabsichtigt.

Aber was passiert heute, unter der Bedingung verstärkter Nachfrage? Kommt es zu Veränderungen der sozialen Vielfalt in den Quartieren? Wie sind sie zu bewerten, trägt die ursprüngliche Definition des Gentrifizierungsbegriffs noch und wie kann problematischen Entwicklungen gegengesteuert werden? Antworten auf die Fragen wurden mit der Studie „Soziale Vielfalt im Blick – Stadtquartiere unter Nachfragedruck behandelt.

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