Robinson, Wilson und der improvisierte Gefährte

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Havemann, Antje; Schild, Margit (2015): Robinson, Wilson und der improvisierte Gefährte. In: Beeren, Willem-Jan; Berding, Ulrich; Kluge, Florian (2015): Raum auf Zeit, Band 3, S. 99-103

„Selbst als ich später in meiner verzweifelten Lage darüber nachgrübelte, wie ich überhaupt auf diese schreckliche Insel gekommen war, wie fern von allen menschlichen Wesen, wie hilflos, wie ohne jede Hoffnung auf Rettung ich hier leben mußte – selbst damals verschwand allmählich meine Niedergeschlagenheit, sobald ich erkannte, daß es auch hier eine Lebensmöglichkeit gab, daß ich nicht Hungers sterben müsse, und ich fühlte Erleichterung und spornte mich selbst zu den für meine Erhaltung notwendigen Arbeiten an“. (Daniel Defoe, Robinson Crusoe)

Das Kernprinzip des Provisorischen: Am Anfang steht ein unvorhergesehener Handlungsanlass, ein zwingendes Moment (oder eine Notsituation) und der Entschluss: „Das machen wir erstmal so!“. Ein Provisorium entsteht mit den Mitteln, die gerade vor Ort und unter den gegebenen Umständen greifbar sind, es bezieht sich unmittelbar auf die Situation. In der Konsequenz bedeutet das für den Bau eines gelungenen Provisoriums: für das Problem wurde unter den gegebenen Umständen mit vorhandenen Mitteln eine funktionierende Lösung gefunden. […]

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