Intervention, Aktion – Identifikation. Identität und öffentlicher Raum

Impulsvortrag auf der vhw-Tagung am 9. September 2015 Kalkscheune, Berlin:

Lebensgefühl Mittendrin – zwischen Markt und Mitwirkung

„Die Entwicklung lebendiger Innenstädte und Ortszentren ist zentrales Ziel einer nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik“, so formuliert es das „Weiß- buch Innenstadt“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Schon der Begriff Innenstadt weckt indes völlig unterschied- liche Assoziationen. Diese reichen von der idyllischen Kleinstadt mit Kirche und Marktplatz über Problembezirke und Rotlichtviertel bis hin zu pulsierenden Einkaufsmeilen mit Bürotürmen. Auch räumlich ist die Kategorie Innenstadt nicht einfach zu fassen und kann in unterschiedlichen Gegenden völlig verschieden interpretiert werden. Wenn wir im Rahmen des 5. Städtenetzwerkkongress des vhw nun vom „Lebensgefühl Mittendrin“ sprechen, ist all das gemeint, was die Menschen zwischen Bocholt und Berlin mit der Einstellung zu ihrer guten Stube Stadtzentrum verbinden und was sie insbesondere für wen und warum als Wohnstandort so interessant macht. Vor diesem Hintergrund fragen wir sowohl nach den Marktkräften, die auf die innerstädtischen Quartiere wirken, als auch nach den sogenannten „Kreativen“ als potenzielle Motoren der Stadtentwicklung.

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